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Coronavirus

Neurologie: Therapie

Gangtraining in der neurologischen Reha

Gehen lernen mit modernster Technik – für Ihren Reha-Erfolg

Für viele Patienten, die eine neurologische Rehabilitation in der Schlossklinik Bad Buchau verbringen, ist das eigenständige Gehen eines der wichtigsten Ziele, das verfolgt werden soll. Daran arbeiten sie unter fachkundiger Anleitung mit unserem engagierten Therapeutenteam. Das Gangtraining soll Betroffenen den Weg zurück in einen selbstbestimmten Alltag ermöglichen.

Je nach Indikation eignet sich auch ein robotikgestütztes Gangtraining für die bestmögliche Therapie. In der Rehaklinik in Bad Buchau wird hierzu auch das Therapiegerät THERA trainer lyra  der Firma medica Medizintechnik GmbH eingesetzt. Unter Entlastung des Körpergewichts werden die Muskelkraft und der Bewegungsumfang der Gelenke erhöht und damit die Gangrehabilitation gefördert.

Chefarzt Dr. Alexander Unrath erklärt: „Mit Hilfe dieses Geräts können unsere Therapeuten hervorragend mit den Patienten arbeiten. Der Transfer in den Gangtrainer ist unkompliziert und schnell möglich. Dadurch vermeiden wir Vorbereitungszeit und die Therapieeinheit kann effizient genutzt werden.“

Für wen ist der Gangtrainer besonders geeignet?

Gerade bei Schlaganfallpatienten sind eine frühe Mobilisierung und die Reaktivierung von neuronalen Verbindungen von großer Bedeutung. Innerhalb der ersten Monate nach dem akuten Schlaganfallereignis ist die Chance auf eine Wiederherstellung der Gehfähigkeit am Größten. Aus diesem Grund muss die adäquate Therapie früh und mit einer möglichst hohen Frequenz und Intensität erfolgen. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines günstigen Verlaufs.

Das Verfahren selbst ist vielseitig einsetzbar, unter anderem kann es auch in der Therapie von peripheren Nervenschädigungen, wie sie im Zusammenhang mit entzündlichen oder immunologisch bedingten Prozessen, beispielsweise beim Guillain-Barré-Syndrom oder schweren Verläufen von COVID-19, eingebunden werden.

Für Therapieleiterin Anja Pohlschmidt ist insbesondere der Aspekt Motivation im Zusammenhang mit dem Gangtrainer wichtig: „Wir können die Trainings im Gangtrainer lückenlos dokumentieren. Die Werte und damit auch die Fortschritte können Sie buchstäblich schwarz auf weiß sehen. Für viele unserer Patienten bedeutet das eine große Motivation, um sich noch weiter zu verbessern.“

Hinweis: Der Gangtrainer ist nicht bei jeder Rehamaßnahme eingesetzt. Er wird (wenn für den Krankheitsverlauf unterstützend), nach medizinischer Einschätzung eingebunden.

Wie funktioniert der Gangtrainer?

Beim Gangtraining wird das normale Gehen nachgebildet. Dabei wird die behandelte Person durch einen Gurt gesichert und somit vom eigenen Körpergewicht entlastet.

Das Gerät analysiert das individuelle Aktivitätslevel des Patienten. Der Patient kann somit durch Erhöhen, Halten oder Reduzieren der Eigenaktivität den Umfang der Trainingsintensität selbst beeinflussen. Dies alles geschieht unter Mitwirken des Therapeuten, der die Trainingseinheit individuell begleitet und unterstützend bzw. korrigierend einwirken kann. Dadurch gelingt intensives Gangtraining an der Leistungsgrenze, was wiederum dem Betroffenen ermöglicht, dem Ziel eines selbstständigen, beschwerdefreien Alltags einen Schritt näher zu kommen.

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